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Thomas ... der Namenspatron unserer Kirche

Die Ev.-luth. Thomaskirche in Bramfeld ist nach dem Jünger Thomas benannt. Er wird in den Apostellisten der ersten drei Evangelien erwähnt. Im Johannes-Evangelium trägt er regelmäßig den Beinamen Zwilling, was in den Thomasakten (einer Sammlung apokrypher Apostelgeschichten) dazu geführt hat, ihn bei Erscheinungen als Doppelgänger Jesu auftreten zu lassen.

Thomas, der Apostel Jesu, wird als nüchterner, der Wirklichkeit zugewandter Mensch beschrieben. Er sieht klar den Tod Jesu am Kreuz voraus. Aus dieser Erkenntnis zieht er als treuer Gefolgsmann die Schlussfolgerung, zur letzten Hingabe bereit zu sein (Joh. 11,16).

Thomas ist ein Grübler, der mit scharfem Verstand immer wieder alles hinterfragt (Joh. 14,5). Nach dem Tode Jesu am Kreuz erwartet er jedoch keine Antwort mehr auf sein Fragen. Der Zweifel quält ihn, er setzt sich von den Jüngern ab (Joh. 20,24) und kommt so der Verzweiflung nahe.
Nur das Bemühen der anderen Jünger, die den Vereinsamten suchen, bringt wieder ihn in die Gemeinschaft zurück, wo ihm der auferstandene Jesus begegnet. Thomas sieht ihn und hört ihn. Doch er will Jesus begreifen, mit den Händen fassen, um so zur völligen Gewissheit zu gelangen. Jesus kommt seinem ehrlichen Verlangen entgegen, und Thomas erkennt den auferstandenen Herrn (Joh. 20,27 ff).

Später soll der Apostel Thomas nach einer Überlieferung die noch heute bestehende Kirche der indischen Thomas-Christen begründet haben. Nach dieser Überlieferung ist er auch in Indien gestorben.
(Dieser Text ist aus der Feder unseres früheren Pastors Martin Hoepfner)